Der Kunstmarkt lebt von einem kostbaren Gut: Vertrauen. Doch gerade dort, wo Leidenschaft und Investment aufeinandertreffen, ist die Intransparenz oft groß. Als wir vor über 15 Jahren begannen, die Arbeit von Peter Robert Keil intensiv zu begleiten, war unser Ziel klar: Wir wollten Sicherheit schaffen – für Sammler:innen, für den Markt und nicht zuletzt für das Lebenswerk des Künstlers selbst.
Heute blicken wir auf eine ereignisreiche Zeit zurück, in der wir nicht nur tausende Werke zertifiziert, sondern auch technisches Neuland betreten haben.
Zwischen Farbrausch und Fälschung: Das Phänomen Keil
Peter Robert Keil (geb. 1942) ist eine Ausnahmeerscheinung. Mit seinem farbintensiven, impulsiven Stil, der oft den „Neuen Wilden“ zugeordnet wird, hat er ein monumentales Oeuvre von über 20.000 Werken geschaffen. Diese enorme Produktivität und die ungebrochene Beliebtheit seiner Motive – insbesondere der ikonischen „Faces“ und der Wannsee-Landschaften – haben jedoch eine Kehrseite: Sie locken Fälscher an.
In den vergangenen 15 Jahren haben wir in mehr als 15 Zertifizierungsterminen in Heidelberg, Berlin, Hamburg und darüber hinaus:
- Über 7.000 Werke gesichtet und geprüft.
- Mit mehr als 200 Sammler:innen weltweit persönlich zusammengearbeitet.
- Rund 600 Fälschungen (ca. 10 % der eingereichten Werke) identifiziert und teilweise aus dem Verkehr gezogen.
Besonders im Internet, auf Plattformen wie eBay oder sogar in vermeintlich seriösen Auktionen (meist in den USA), tauchen immer wieder Werke auf, die auf den ersten Blick wie ein „Keil“ wirken, aber bei genauerer Prüfung als Plagiate entlarvt werden. Meist handelt es sich um kleinere Formate oder vereinfachte Sujets, die den Markt überschwemmen und Sammler:innen verunsichern.


Wenn das Auge Unterstützung braucht: Das Projekt „The A-Eye™“
Unsere Mission war es immer, menschliche Expertise durch innovative Werkzeuge zu verstärken. In enger Zusammenarbeit mit ARTTRD und den Experten von Art Eye-D Associates haben wir deshalb ein Projekt unterstützt, das die Kunstwelt in die Zukunft führt: Die Authentifizierung durch Deep Learning.
Dank unserer umfassenden Datenbank aus echten Keils und sicher identifizierten Fälschungen konnten wir ein neuronales Netz trainieren, das lernt, wie Peter Robert Keil wirklich malt.
- Die Methode: Mit der „Salient Slices“-Technik analysiert die KI hochauflösende Bildfragmente auf Entropie und visuelle Diversität.
- Das Training: Das Modell wurde nicht nur mit echten Keils gefüttert, sondern auch mit Werken von Zeitgenossen und Vorbildern wie Baselitz, Picasso oder Warhol, um die feinen stilistischen Unterschiede zu verstehen.
- Das Ergebnis: Eine beeindruckende Treffsicherheit von 98 %. Selbst Fälschungen, die für das menschliche Auge täuschend echt wirkten, wurden vom Algorithmus zuverlässig erkannt.
„Die KI ist kein Ersatz für das geschulte Auge eines Kunsthistorikers oder des Künstlers selbst – sie ist ein hocheffizienter digitaler Assistent, der Sicherheit dort schafft, wo Zweifel bestehen.“

Die Keil Collection Heidelberg als Brücke
Zusammen mit der Kunsthistorikerin Dr. Kristina Hoge arbeitet Peter Robert Keil seit 2013 eng mit uns zusammen, um das Werkverzeichnis (Catalogue Raisonné) stetig zu erweitern. Das AI-Projekt zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Wir schützen das kulturelle Erbe Keils und bewahren Sammler:innen nicht nur vor finanziellen Schäden.
Unsere Arbeit der vergangenen 15 Jahre hat gezeigt: Ein Zertifikat der Keil Collection ist mehr als nur ein Dokument. Es ist das Ergebnis jahrelanger Erfahrung, intensiver Recherche und nun auch modernster Technologie.
Schützen Sie Ihre Sammlung
Haben Sie ein Werk erworben oder planen einen Kauf und sind sich unsicher über dessen Echtheit? Wir laden Sie ein, den Zertifizierungsprozess der Keil Collection Heidelberg zu nutzen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass der Markt für Peter Robert Keil ein Ort des Vertrauens bleibt.
Möchten Sie mehr über unsere Arbeit oder das AI-Projekt erfahren? Kontaktieren Sie uns gerne.






